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PREVIEW | Metal im Woid | 20./21. September 2019

(gw) Wir sind sehr gespannt … auf unseren ersten Besuch bei Metal im Woid am 20./21.September 2019.

 

Das Festival findet mittlerweile zum sechsten Mal statt - wie immer in Schrobenhausen (oberbayerische Kleinstadt zwischen Ingolstadt, Augsburg, München), genauer gesagt auf dem SSV-Sportgelände in der Högenau, Edelshausener Str. 31.

 

Wir waren noch nie in Schrobenhausen, weder wegen dem überregional bekannten Spargel, noch wegen Metal,

 

ABER:

 

Die Ankündigung, dass auf diese Festival Rotting Christ auftritt, war erstmal Grund genug für uns, Karten zu ordern. Der Eintrittspreis hat uns positiv überrascht: Im Vorverkauf zahlt man für zwei Tage Festival inkl. Campen inkl. Parken lediglich 39 € (https://shop-metal-im-woid.de/c/tickets). Da kann man echt nicht meckern! Im Vergleich zu anderen Zwei-Tages-Festivals ist das fast geschenkt. Wir fragten uns da natürlich: „Wie machen die das? Es treten 17 (inkl. mehrerer namhafter) Bands auf, geht eigentlich nicht, denn: Jede Veranstaltung ist ja für gewöhnlich mit hohen Kosten verbunden, u.a. für Genehmigungen, Technik und natürlich den Aufwendungen für die Künstler, deren Unterbringung, Verpflegung etc.“

 

Großes Fragezeichen also.

 

Ein Blick auf die Website der Veranstalter und ein klein wenig Recherche genügte, um rauszufinden, wie das gelingen kann: Die Leute des Metal Maniacs Schrobenhausen e.V. (https://metalmaniacs-sob.de/) arbeiten ausschließlich ehrenamtlich! Das Team sagt über ihre Arbeit: „Wir machen das voll und ganz aus Liebe und Hingabe zum METAL!“ Dieser Satz kommt uns bekannt vor! Uns geht es ähnlich: Wir fotografieren und schreiben Berichte, wie diesen … WEIL wir Metal lieben (zugegeben, es wäre freilich auch schön, mit dem was man liebt, Geld zu verdienen … aber lassen wir das).

 

Unsere Erfahrung aus der Vergangenheit ist: Kleine Festivals, welche mit viel Idealismus und kaum finanzieller Kapazitäten organisiert und veranstaltet werden, sind oft besser und vor allem professioneller organisiert, als Großveranstaltungen. Da muss man leider immer wieder den Eindruck gewinnen, dass hier keine echten Fans bei der Orga mitwirken, sondern eben Leute, die irgendwas mit Event-Management studiert, aber eigentlich keine Ahnung haben, was Fans brauchen, um sich auf einem Festival wohl zu fühlen.

 

Was wir per se auch super finden, ist die Tatsache, dass 2007 der Verein Metal Maniacs Schrobenhausen e.V. eine Banneraktion mit dem Motto „Metalheads gegen rechte Gewalt“ gestartet hat. Da leider einige „Bands“ und „Fans“ versuchen die Metal Szene mit ihrem rechten Gedankengut zu unterwandern, will der Verein und weitere befreundete Vereine eindeutig Stellung beziehen und deutlich machen, dass solche geistigen Irrläufer weder toleriert noch akzeptiert werden! Die Teilnehmer dieser Aktion: Metal Maniacs Schrobenhausen e.V. - Metal Maniacs Ebnat - MOSH Club Kolmberg - Verein zur Förderung des Heavy Metal in Bayern - United Metalheadz München.

 

Alles in Allem: Wir gehen schwermetalig davon aus, dass dieses Festival, durch die enorm Fan-freundlichen Preise und deren professionelle Organisation durch das Team von Metal Maniacs Schrobenhausen e.V. beste Stimmung und gewiss auch eine tolle Atmosphäre bietet. Wir freuen uns daher sakrisch!

 

Erleben dürfen wir an diesen beiden Festivaltagen in jedem Fall eine ganze Menge, nämlich eine abwechslungsreiche Mischung aus (fast) der gesamten Bandbreite des Metal!

 

Am ersten Festival-Tag (Freitag, 20.09.) erwarten uns die Bands Kaifeck (Metal), Endless Curse (Brutal Death Metal), Trasshole (Death-Grind-Black-Speed Metal), Demons Dream (Heavy Metal), Null Positiv (Metal) und schließlich:

 

 

 

 

 

Rotting Christ kommen aus Griechenland, deren Genre ist eigentlich nicht wirklich festzulegen – irgendwo im Netz ließt man, sie seien eine Gothic-Metal-Band. Zur Zeit ihrer Gründung 1987 galten sie als die erste hellenische Black Metal-Band. Allerdings sind es von jeher meist die blasphemischen Texte, die sie mit der Black Metal-Szene in Verbindung bringen. Musikalisch fiel es immer und fällt es bis heute schwer, die Griechen in eine Schublade zu stecken. In jedem Fall: Rotting Christ gehört nicht nur zu den bekanntesten, sondern auch zu den dienstältesten griechischen Metal-Bands. Wir haben Rotting Christ bereits dieses Jahr (05/2019) beim Vienna Metal Meeting erleben (und fotografieren) dürfen – wir waren begeistert von deren musikalischer Vielfältigkeit. Rotting Christ haben die Bühne gerockt, mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen … da: unbeschreiblich!

 

 

Wer die Band nicht kennt, hier ein Video eines Live-Auftritts:

 

Samstags, den 21.09. geht´s weiter mit: Urinal Tribunal (Grindcore), Rotting Empire (Trash), Reverend Hound (Heavy Metal), Godslave (Trash), Gutalax (Grindcore), Iron Bastards (Fast Rock´n´Roll), Final Breath (Trash-/Death-Metal), Burning Witches (Heavy-/Power-Metal), Bonded (Trash, mit Ex-Band-Mitgliedern der Band Sodom) und Inferno (Hard´n´Heavy Cover).

 

Hier ein recht unterhaltsames Klangbeispiel von Iron Bastards aus Frankreich, die eindeutig an Motörhead erinnern:

Auf die reine weibliche Band Burning Witches sind wir besonders gespannt. Erstens weil es tatsächlich nicht so viele reine weibliche Metal-Bands gibt und zweitens weil es die Band noch gar nicht so lange gibt. Genau genommen hat sich die Band erst vor drei Jahren formiert und schreitet mit riesen Schritten voran: Vor wenigen Tagen waren sie mit auf WACKEN vertreten, nächste Woche werden wir sie bereit auf Summer Breeze erleben. Ein paar Worte zur Band: Burning Witches ist eine Schweizer Heavy-Metal-/Power-Metal-Band. Romana Kalkuhl, Gitarristin bei Atlas & Axis, suchte bereits lange nach einer Besetzung für eine rein weibliche Metal-Band. Über die Jahre lernte sie verschiedene Musikerinnen kennen und fand schließlich mit Seraina Telli (Gesang), Jeanine Grob (Bass) und Lala Frischknecht (Schlagzeug) die erste Besetzung. 2016 komplettierte Alea Wyss die Band. Zunächst entstand eine selbstbetitelte Single, die zugleich das erste Demo der Band darstellte. Dieses wurde sowohl im Rock Hard als auch im Metal Hammer zum „Demo des Monats“ gekürt. Die Band ist vor allem geprägt durch den Heavy Metal der 1980er, während die Musikerinnen durchaus auch andere Musik hören. So spielt Nusselder unter anderem auch in der Death-Metal-Band Sephiroth. Musikalisch erinnert die Band an Iron Maiden und Judas Priest.

BURNING WITCHES - Hexenhammer


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